PFERD. Forum für zeitgenössische bildende Kunst besteht seit 2015 und bietet jungen Künstlerinnen und Künstlern Raum für ansprechende Präsentationen und Diskussionen.

 

Sichtbeton, unendliche Weiten, eigenverantwortliches Handeln. Neben der einzigartigen Architektur ist das Engagement der jungen Wiener Kunstszene das, was PFERD ausmacht. PFERD ist ein Kunstraum dessen Fokus auf der Erarbeitung und Diskussion zeitgenössischer künstlerischer Positionen liegt. Ausstellungen, Vorträge, temporäre Intervention wechseln einander ab.

 

PFERD befindet sich etwas außerhalb der Innenstadt von Wien, peripher und zugleich mittendrin, an einem Ort des Umbruchs.

 

Ein ehemaliges Gewerbegebiet und Industriequartier wird – oder ist bereits – zu einem Ort zum Wohnen und für Dienstleistungen geworden. Die zum Shoppingcenter mit Luxusappartements umgebauten Gasometer sind das augenfälligste Beispiel. Das Studentenwohnheim, welches das PFERD beherbergt, liegt unmittelbar an der U-Bahnstation, zwischen Brachen, Kleingewerben und Parks. Es bietet eine seltsam paradoxe Architektur, die eine anonyme Wohnnutzung mit verwinkelten und doch grosszügigen Eingangsräumen und Durchgangszonen paart. Diese sind zum Verweilen vorgesehen, werden aber kaum genutzt. Das Wohnheim repräsentiert mit seinem halböffentlichen Charakter fast exemplarisch einen «Nicht-Ort», wie ihn Marc Augé schon 1994 charakterisiert hat:

 

«So wie ein Ort durch Identität, Relation, und Geschichte gekennzeichnet ist, so definiert ein Raum, der keine Identität besitzt und sich weder als relational noch als historisch bezeichnen lässt, einen Nicht-Ort. […] Eine Welt […] in der die Anzahl der Transiträume und provisorischen Beschäftigungen unter luxuriösen oder widerwärtigen Bedingungen unablässig wächst (die Hotelketten und Durchgangswohnheime, die Feriendörfer, die Flüchtlingslager, die Slums, die zum Abbruch oder zum Verfall bestimmt sind) […] eine Welt, die solcherart der einsamen Individualität, der Durchreise, dem Provisorischen und Ephemeren überantwortet ist, bietet der Anthropologie ein neues Objekt, dessen bislang unbekannte Dimensionen zu ermessen wären, bevor man sich fragt, mit welchem Blick es sich erfassen und beurteilen lässt.»

PFERD.

wurde 2015 gegründet von: Bildstein | Glatz, Matthias Krinzinger und Leander Schönweger

wird betrieben durch: artists and curators 

wird unterstützt durch: Bundeskanzleramt, die Angewandte, Bank Austria, Base11, Wien Holding, ART'is

Projektbezogene Partnerschaften mit Belvedere21, die Angewandte, Georg Kargl, Vienna Art Week,